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Abends im  “Weinrausch”

Abends im  “Weinrausch”

KIRCHENCHOR ST. JOSEPH ON TOUR
vom 25. bis 27. September 2015

Der Himmel meinte es gut mit uns, als wir bei strahlendem Sonnenschein in einem modernen Reisebus um 10.00 Uhr die Fahrt nach Veldenz begannen. Die meisten von uns konnten sicher wenig mit diesem Ort und noch weniger mit der einstigen Grafschaft und dem Fürstentum Veldenz anfangen, außer daß man den Namen irgendwie mit der Mosel in Verbindung brachte. Nach rund zweistündiger Fahrt erreichten wir die erste Etappenstation: das Eifelstädtchen Mayen. Die Geschichte der Stadt reicht bis in die Römerzeit zurück, das bezeugt die Römerwarte, die um 300 n. Chr. auf dem Mayener Katzenberg errichtet wurde. Heute laden eine lebendige Innenstadt, die St. Clemenskirche mit ihrem schiefen Turm, die Herz-Jesu-Kirche - nach nur 13 Monaten Bauzeit im Jahre 1912 fertiggestellt - sowie die um 1280 von dem Trierer Erzbischof Heinrich von Finstingen errichtete Genovevaburg zu einem Besuch ein. Daß Mayen im Zweiten Weltkrieg zu fast 90 Prozent zerstört wurde und danach einen imposanten Wiederaufbau erlebt hat, sei am Rande vermerkt.
Nach Stadtführung und Stadtbummel führte die Reise weiter in die Zentraleifel zur idyllisch gelegenen Heidsmühle. Dort bestand die Gelegenheit zu einem kleinen Imbiß. Gegen 17.00 Uhr schließlich erreichte die Chorfamilie ihr Reiseziel: das Weinhaus am Schieferfels in Veldenz. Nach einer kurzen Verschnaufpause, die dem Einchecken diente, traf man sich zu einem deftigen Winzerabend im „Weinrausch“. Geboten wurde ein reichhaltiges, schmackhaftes Abendessen mit Grillsteak, Grillwurst und Beilagen sowie Weinen aus dem eigenen Weinkeller der Familie Werich. Für musikalische Unterhaltung sorgte stimmungsvoll der Entertainer Uwe.
Der zweite Reisetag brachte uns mit dem reichhaltigen Frühstück „Graf Johannes“ die erwünschte gute Laune und machte neugierig auf den Verlauf des Tages. Der Reisebus mit seinem exzellenten Fahrer und ebenso guten Reiseführer ließ nicht lange auf sich warten, und schon setzte er sich in Bewegung Richtung Trier, bis 1803 Sitz der Trierer Erzbischöfe (zugleich Reichserzkanzler für Burgund) und eines der drei geistlichen Kurfürstentümer des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation.

Einiges Historisches zur Burg und Grafschaft Veldenz

Im Jahre 1107 wurde Burg Veldenz erstmals urkundlich als Lehen des Hochstifts Verdun erwähnt. Graf Gerl ach I. benannte sich als erster nach der Burg Veldenz. M it Graf Gerlach V. starb das Geschlecht 1259 aus Burg und Vogtei Veldenz fiel dann an die Herren von Hohengeroldseck.. 1444 erbten die Herzöge von  Pfalz-Zweibrücken die Herrschaft  und Burg von Veldenz.  Das Haus Pfalz- Zweibrücken – ab 1543 repräsentiert durch eine besondere Veldenzer Linie – blieb, abgesehen von kurzen Unterbrechungen durch schwedische, französische und spanische Besetzungen im Dreißigjährigen Krieg, im Besitz der Anlage bis zu derenZertörung durch die Franzosen im Jahre 1680.An die selbständige Veldenzer Linie erinnert heut noch das Münhaus aus dem Jahre 1620 in Veldenz. Seitdem ist sie eine Ruine. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Anlage an Privatleute versteigert.. Seit etwa 2002 wurden Teile der Ruine restauriert und für Besucher ausgebaut.

Unterwegs kamen wir vorbei an der Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung in Klausen. Es ist einer der bekanntesten Wallfahrtsorte in Rheiland-Pfalz.
Der Marienverehrer Eberhard stellte um 1440 am Ort der heutigen Wallfahrtskirche eine hölzerne Marienfigur auf und errichtete daneben 1442 ein Heiligenhäuschen mit Wohnklause. Berichte über Gebetserfüllungen führten dazu, daß bereits 1444 das Heiligenhäuschen von einer größeren Kapelle ersetzt wurde. Nach dem Tode Eberhards gründeten Augustiner- Chorherren vor Ort ein Kloster, das die folgenden 300 Jahre die Geschicke des Ortes Klausen nachhaltig prägen sollte.
Die herrliche Akustik der Pfarrkirche lud den Chor geradezu ein, mit Sancta Maria und Dona nobis pacem das Kirchenschiff mit musikalischem Leben zu füllen! Weiter ging die Fahrt dann in die älteste Stadt Deutschlands: Trier! Die Busfahrt durch die Stadt mit unserem kundigen Guide verschaffte einen ersten Eindruck. Er wurde vertieft mit der Fahrt auf den Petrisberg. Von hier aus ließ sich die gesamte Stadt überblicken. Von dieser imposanten Anhöhe sah man die Porta nigra, den Dom, die Konstantinbasilika sowie die Reste des römischen Amphitheaters und eines der antiken Herzstücke der Stadt: die Kaiserthermen. Bei dem folgenden Stadtbummel ergab sich die Gelegenheit, einige der bis in die Spätantike zurückreichenden Bauwerke näher zu betrachten. Die Anfänge des Trierer Doms – die Grablege der Trierer Erzbischöfe – gehen in die erste Hälfte des 4. nachchristlichen Jahrhunderts zurück; äußerlich auch erkennbar an den verwendeten römischen Ziegelsteinen, den tegulae. Die Besuchermassen, die in den Dom strömten, machten es schier unmöglich, sich mit den sakralen Einzelheiten der gewaltigen Kirche vertraut zu machen. Interessant hingegen war der Besuch der unmittelbar neben dem Dom gelegenen Liebfrauenkirche! Hier herrschte Stille, man konnte sogar den Klängen einer Harfe lauschen.
Bald war es wiederum Zeit, nach einem ereignisreichen Tag  zurück nach Veldenz zu fahren. Hier warteten ein reichhaltiges Abendessen und – eine Weinprobe auf den Chor. Während des gemütlichen Beisammenseins nannte Albert Noltemeier einige historische Daten zur Burgruine Veldenz; wir erfuhren, daß der Mönch Cäsarius von Heisterbach in einer seiner wundertätigen Schriften aus dem ersten Drittel des 13. Jahrhunderts von einer wundertätigen hölzernen Madonna mit Kind in der Schloßkapelle von Veldenz berichtete.
Drei Höhepunkte brachte der letzte Tag unserer Chorfahrt: Nach dem Graf-Johannes-Frühstück und einem musikalischen Ständchen für unser Geburtstagskind Leonore Thiesen hieß es Abschied nehmen von der gastlichen Herberge, dem Weinhaus am Schieferfels. Die Reise führte nun zur Pfarrkirche St. Briktius bei Kues gelegen. Dort erwartete uns Dekanatskantor Dr. Meyer. Er berichtete eingangs von der Geschichte der Kirche, eine erste Erwähnung dieses Gotteshauses gibt es aus dem Jahr 1258. Namensgeber des Gotteshauses ist der Hl. Briktius, ein Schüler des Hl. Martin von Tours. Seit der Mitte des 15. Jahrhunderts sind die Geschicke der Kirche verknüpft mit Nikolaus von Kues und dem von ihm gegründeten St. Nikolaus-Spital. Der Rektor dieses Spitals war bis 1909 zugleich der Pfarrer von St. Briktius.
Zusammen mit Dr. Meyer gestaltete der Chor die Messe an diesem Sonntag mit Gounods Missa brevis und dem Kanon Dona nobis pacem. Es war ein musikalischer Genuß gepaart mit der grandiosen Akustik der Kirche.
Danach ging es weiter zu einer einstündigen Bootsfahrt auf der Mosel bei Bernkastell und anschließend zu einem längeren Bummel durch die engen Gäßchen der Stadt.
Einen prächtigen Abschluß fand die Chorreise, bevor alle wohlbehalten wieder nach Thomasberg zurückkehrten, bei einer längeren Pause an der Autobahnraststätte Elztal. Mit einem Gläschen Sekt und selbstgebackenen, wohlschmeckenden Kuchen bedankte sich Leonore Thiesen für die Glückwünsche des Chores anläßlich ihres Geburtstages.
Fazit der dreitägigen Reise: gelungen!

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Moselfahrt bei Kues

Porta nigra

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Blick auf Trier vom Petrisberg

Das römische Trier (aus dem Blickwinkel des heutigen Petrisberges)

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Glasmalereien in der Trierer Liebfrauenkirche

Konstantinbasilika

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Unser gut gelaunter Vorsitzender

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Wappen des Nikolaus von Kues in St. Briktius mit Kardinalshut und Kebs (abgel. vom Familiennamen Cryffitz = Krebs

Orgelempore in St. Briktius; von dort hat der Chor gesungen

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Glasfenster in St. Briktius: Hl Cäcilia(l), König David (r)

Der “schiefe” Turm von St. Clemens in Mayen

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Rast in Trier

Leonores Geburtstagsfeier auf der Autobahnraststätte Elztal

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Der Kirchenchor St. Joseph on tour