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Das Frühlingskonzert auf dem Petersberg am Muttertag, dem 13. Mai 2007
Mehr als 400 Zuhörer füllten die Rotunde des Gästehauses auf dem Petersberg am Nachmittag des 13. Mai. Wie man begeisterter Reaktionen am Ende des Konzerts entnehmen durfte, hatte sich das Kommen gelohnt. Der Kirchenchor St. Joseph hat mit diesem Konzert erneut sein Können unter Beweis gestellt. Alle Sängerinnen und Sänger unter Einbeziehung des Chorleiters Edgar Zens können stolz auf die erbrachte Leistung sein, die natürlich nicht ohne intensives Proben möglich war. Auf dieser musikalischen Basis läßt sich auch künftig aufbauen, weitere Konzerte für den Petersberg sind planbar. Der Chor hat allen Grund, mit großer Zuversicht in die Zukunft zu blicken
Ein abwechslungsreiches Programm wurde den Konzertgästen vom Kirchenchor St. Joseph, der Darmstädter Sopranistin Gundula Kübler, dem Kölner Bläserquartett Dominik Arz, von Maria und Edgar Zens am Flügel und von der Rhythmusgruppe “Take 3" mit Manfred Bosse und Hans Peter Berres geboten. Einfühlsam und humorvoll moderierte Lothar Vreden das Konzert. Den ersten Akzent setzte der Chor mit Robert Schumanns “Holder Frühling”, bevor die derzeitige Sprecherin des Chorvorstands, Marliese Weyler, alle Anwesenden auf das herzlichste begrüßte. Darauf folgten Orlando Di Lassos “Landsknechtsständchen” und Adam de la Hales “Minnelied”. Ein ganz neuer Klang überraschte dann die Rotunde: Das Bläserquartett spielte Pierre Passereaus “Il est bel et bon” und Ludwig Senfls “Laub, Gras und Blüt”. Das Publikum spendete für die gelungene Darbietung begeistert Beifall. Wiederum war der Chor zu hören mit den Sätzen von Hermann Schroeder “Wenn alle Brünnlein fließen” und von Edgar Zens “Im Maien die Vögelein singen”. Den bunten Frühlingsreigen setzte darauf die Sopranistin Gundula Kübler mit ihrer schönen Stimme fort, und zwar mit Franz Schuberts “Frühlingsglaube”, Robert Schumanns “Widmung” und “Wenn ich ein Vöglein wär”. Diese Komposition Schumanns mit dem Wechsel von Dur und Moll ließ erahnen, was er in der frühlingshaften Jahreszeit empfunden haben mag. Die Solistin traf dieses Ahnen mit ihrem Vortrag, dabei von Edgar Zens am Flügel souverän begleitet, sehr eindrucksvoll. Edgar und Maria Zens begeisterten darauf mit ihrem vierhändigen Klaviersolo “´s kommt ein Vogel geflogen”. Siegfried Ochs hat diese musikalische Thematik, die J. S. Bach, Mozart, Beethoven, Chopin bis hin zu Brahms bearbeitet haben, zu einem eindruckvollen Opus gestaltet. Joseph Haydns Kanon “Haschet die Freue” forderte vom Chor, aber auch von Maria Zens am Flügel höchste Konzentration. Die war dann auch gefragt bei “Die Beredsamkeit” desselben Komponisten. Ganz “stumm” ließ der Chor diese Komposition für die Zuhörer sichtbar ausklingen, die darauf herzlich applaudierten. Es folgten Haydns “Die Landluft” und Claude Debussys “The Little Shepherd”, vorgetragen vom Bläserquartett und arrangiert von Dominik Arz. Der Chor erwies mit “Geh aus, mein Herz, und suche Freud” seine Reverenz an Paul Gerhard, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 400. Male jährte, um danach das Schumannsche “Zigeunerleben” vorzutragen. Die Zuhörer wurden mit diesem romantischen Satz so ganz in die Märchenwelt der Zigeuner mit ihren “magischen Sprüchen am lodernden Feuer” eingehüllt, bevor die Gestalten irgendwohin ins Nirgendwo entschwanden. Mit “Waldgespräch” (R. Schumann), “Morgen” (R. Strauss) und “Clair de Lune” (Gabriel Fauré), vorgetragen von Gundula Kübler, “Trumpeter´s Lullaby” (Leroy Anderson), gespielt vom Bläserquartett und der Rhythmusgruppe “Take 3“, und dem vierstimmig gesetzten und vom Chor gesungenen Franz-Grothe-Schlager “Ganz leise kommt die Nacht” wurde der erste Teil des Konzerts beendet und den Gästen wie auch den Musikern und Sängern eine erholsame Pause gegönnt. Der zweite Teil des Konzerts war Spirituals sowie den Beatles gewidmet. Gleichsam mit einem Paukenschlag setzte der Chor das Programm mit dem Spiritual “Good News” fort, gefolgt von Gundula Kübler mit “Sometimes I Feel Like A Motherless Child” und “Ev´ry Time I Feel The Spirit”. Eine Stimmung wurde bei diesem Liedvortrag spürbar, wie sie die Besucher von Gospelkonzerten der 1972 verstorbenen amerikanischen Sängerin Mahalia Jackson empfunden haben mögen. Einfach großartig!!! Chor und Solistin sangen darauf “Let Us Break Bread Together”, gefolgt vom Bläserquartett mit Gershwins Satz “Someone To Watch Over Me” und “Just A Closer Walk With Thee”. Auch bei diesen Arrangements von Dominik Arz begeisterten die Trompeter das Publikum mit ihrem Können. Mit John Lennons und Paul McCartneys Kompositionen “Yesterday” und “Yellow Submarine” riß der Chor die Zuhörer mit. Die Musik der legendären Beatles beendeten die Solisten um Dominik Arz mit “Penny Lane”. Das Konzert fand mit Carl Zellers “Der Vogelhändler” seinen offiziellen Abschluß. Gundula Kübler und der Chor sangen einen Querschnitt aus dieser Operette. Besondere Freude bereitete Sängern und Zuhörern sicher die nach der Arie “Ich bin die Christel von der Post” launig dargebotene Chorpartie “Jekus, Jekus, das ist schwer, wo nimmt man gleich Wildschwein her?” Dem lang andauernden Applaus des Publikums dankten die Solisten mit beeindruckenden Zugaben, so die Bläser mit einem aus dem James-Bond-Film “007 jagt Dr. No” her bekannten Arrangement, Gundula Kübler mit einer launigen Arie, in die sie die Zuhörer zu ihrem Vergnügen einbezog, und schließlich Chor, Sängerin und Bläser mit dem gemeinsamen, von Edgar Zens als vierstimmigen Satz arrangierten Abendlied “Amerau, jode Naach!” Ein gelungenes Konzert, das - nicht zuletzt wegen des begeistert mitgehenden Publikums - alle mit dem Einüben der Kompositionen und vor allem auch der - nicht wenigen englischen - Texte verbundenen Mühen rasch vergessen ließ! Das gesellige Beisammensein nach dem Konzert in lockerer Atmosphäre machte deutlich, daß alle von dem Konzertnachmittag angetan waren und natürlich wiederum bereit zu neuen musikalischen Taten sind. An alle, die Spaß und Freude an der Musik haben: Sie sind herzlich eingeladen, in unserem Chor mitzumachen. Kommen Sie dienstags um 20.00 Uhr ins Pfarrheim St. Joseph in Thomasberg und singen Sie bei uns mit. Wir freuen uns auf Sie!
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