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In intensiver Probenarbeit hatte unsere Chorfamilie sich auf das vorweihnachtliche Musizieren gemeinsam mit dem Ittenbacher Bläserensemble auf dem Petersberg vorbereitet und das nicht nur wegen der Plätzchen, die auf die Besucher am Eingang der Rotunde warteten. Da es ein mundartliches Konzert werden sollte, hatten es diejenigen, die mit dem heimischen Dialekt nicht vertraut waren, nicht immer leicht mit der Aussprache der Texte.
Am 13. Dezember war es dann so weit. In der bis auf den letzten Platz gefüllten Rotunde lauschten die Konzertbesucher zum Auftakt dem Böhmischen Fest , vorgetragen von den Bläsern unter der Leitung von Walter Burger. Dann kam der erste Einsatz des Chores unter der bewährten Stabführung seines Dirigenten Edgar Zens, der - das sei nachgetragen - am 27. November 2009 die Kürten-Auszeichnung des Kreises Neuss für herausragenden Einsatz in der Pflege der heimischen Mundart erhielt. Unterstützt von den Bläsern berichtete der Chor von dem weihnachtlichen Geschehen mit dem Satz Freut üch, Kende! berichtete. Der Applaus des Publikums brachte sogleich auch die notwendige Sicherheit; in den folgenden Sätzen vom Zinter Klos und mit Loss mer fruh in löstich sin war zu spüren, daß die Zuhörer „mitgingen“ – Spaß an der mundartlichen Musik hatten. Dann erzählte unser Willi Willkomm mit Jo, leich hät es keiner davon, wie schwer es die Leute beim Einkaufen von Weihnachtsgeschenken haben, vor allem bei der Überlegung, wat kaufe ich bloß vom Weihnachtsjeld, wenn Weihnachte immer esu plötzlich kütt. Die Zuhörer waren begeistert, es mag vielleicht auch mit daran gelegen haben, daß sich mancher an Probleme mit eigenen noch zu tätigenden Einkäufen gemahnt, er somit von dem Lied sich persönlich angesprochen fühlte. In der Franz-Grothe-Komposition Kalenderlied gab es die gekonnte Unterstützung von der Bosse-Combo (mit Gabriele Sebald [Flöte], Ulrike Sinapius [Flöte], Maria Zens [Flügel], Manfred Bosse [Baßgitarre] und Matthias Bosse [Schlagzeug]). Die Bosse-Combo musiziert schon seit Jahren auf einer vertrauensvollen Basis mit unserem Chor. In die Pause verabschiedeten wir uns mit Johnny Marks´ Rudolph The Red-Nosed Reindeer. Die Zuhörer waren von dem schmissigen Vortrag des Chores und der Bläser derart angetan, daß dieser Song am Ende des Konzerts als zweite Zugabe eingefordert wurde. Beim Einüben des Stücks war uns allen nicht so recht bewußt gewesen, wie es – gut vorgetragen – auf die Zuhörer wirken würde.
Die Begeisterung des Publikums stimulierte nach der Pause den Chor bei dem Vortrag der dann folgenden vierstimmigen Sätze. Insbesondere Dormi, dormi – ein italienisches Wiegenlied – und die schwermütige russische Weise Schlaf, mein Kindchen. sind wohl in keiner der vorangegangenen Übungsstundend vom Chor so einfühlsam und in der Intonation und in der sprachlichen Gestaltung so sicher vorgetragen worden wie in diesem Konzert auf dem Petersberg. Der auf Georges Bizet zurückzuführende provenzalische Satz Marsch der Könige verlangte schon wegen des Rhythmus´ und des Tempos dann noch einmal das ganze Können des Chores und seiner musikalischen Begleitung.
Chor, Bläser, Combo und vor allem das Publikum fanden zum Abschluß des Konzerts zusammen mit dem gemeinsamen Singen des glücklicherweise immer noch bekannten Weihnachtsliedes O, du fröhliche. Wir, die Chorfamilie, und auch unser Partner, das Ittenbacher Bläsercorps, waren uns bewußt, als das Ende des ereignisreichen Spätnachmittags in der Rotunde nahte, daß unsere oftmals mühsame Probenarbeit erfolgreich gewesen ist. Denn wir hatten die Freude, erleben zu dürfen, daß wir mit unseren Liedern und unserem Spiel unsere Zuhörer in der Vorweihnachtszeit erfreuen konnten. Der Beifall am Ende des Konzerts verdeutlichte dies; für uns wird es Ansporn genug sein, in unserer musikalischen Arbeit fortzusetzen.
Hat Sie unsere Freude an der musikalischen Arbeit angesprochen? Fühlen Sie sich inspiriert und möchten in unserem Chor mitmachen? Wir freuen uns auf Sie und erwarten Sie gern bei unseren Chorproben, dienstags um 20.00 Uhr, im Pfarrheim St. Joseph in Thomasberg. Schauen Sie einfach bei uns vorbei!
Zum Ausklang des Konzerts trafen sich die Chorsänger und Mitglieder des Bläserensembles in gelöster Atmosphäre in der Gaststätte Otto. In der kleinen, familiären Runde ließ es sich die Vorsitzende Marliese Weyler nicht nehmen, unserem Sangesbruder Peter Paulick, der mit seinem Zwillingsbruder am 13. Dezember 75 Jahre jung geworden war, in unser aller Namen ganz herzlich an seinem Ehrentage zu gratulieren. Dies war bereits in großer Runde auf dem Petersberg zelebriert worden, und dort hatte zur Überraschung des Jubilars auch das Publikum in das vom Chor und dem Bläserensemble vorgetragene Ständchen begeistert miteingestimmt.
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