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In dem traumhaften Ambiente der Rotunde auf dem Petersberg wußte der Thomasberger Kirchenchor St. Joseph auch in diesem Jahr seine zahlreichen Freunde zu begeistern. Die letzten Wochen vor dem Konzert waren mit viel Zusatzarbeit verbunden. Denn neben den intensiven Proben für das Konzert mußten auch die obligatorischen Aufgaben der musikalischen Meßgestaltung bewältigt werden. All dies meisterte die Chorfamilie dank ihres guten Zusammenhalts! Das vorweihnachtliche Konzert, das unter dem Motto Gottes Stern, leuchte uns stand, offenbarte wieder einmal mehr die Qualität, die in dem Chor steckt. Das Chorrepertoire reichte vom böhmischen Adventsruf über Johann Sebastian Bachs Wachet auf, ruft uns die Stimme und Mein Seel, fang an zu singen aus dem Vorarlberg bis zu hin zu dem Chorsatz Gottes Stern, leuchte uns, der zugleich zu dem Leitgedanken des Konzerts inspirierte. Höhepunkt der chorischen Darbietung war zweifelsohne Carl Orffs monophoner Satz Tauet, ihr Himmel, der seinen Ursprung in dem Antiphon der katholischen Liturgie Rorate caeli desuper (Tauet, Himmel von oben…) hat. Die Wiedergabe verlangt von jedem Chor dessen ganzes Können. Unserem Chor gelang der Vortrag besser als in jeder Probe zuvor, und deshalb war es auch keine Überraschung, daß die Konzertbesucher eine Wiederholung von Tauet, ihr Himmel als Zugabe wünschten. Weitere Highlights waren Bizets Marsch der Könige sowie das italienische Dormi, dormi. Das Publikum ging begeistert mit. Und genauso begeistert machten die Konzertbesucher mit, als Edgar Zens, unter dessen Leitung das Konzert stattfand, sie aufforderte, bei dem einen oder anderen Liedvortrag des Chores mitzusingen. Ganz besonders zu nennen sind jedoch unsere Solisten; ohne sie hätte das Konzert kaum so erfolgreich gestaltet werden können. Gundula Kübler, Sopranistin aus Darmstadt und dem Chor aus einer Reihe gemeinsamer Konzerte wohl vertraut, überzeugte mit ihrer ungewöhnlich anmutigen Stimme und dem von ihrer Persönlichkeit ausgehenden Charme.. Sie verstand es, mit ihrem innigen musikalischen Vortrag das weihnachtliche Geschehen für alle Beteiligten lebendig werden zu lassen. Die Anspa nnung des Konzerts verbunden mit der langen Anreise war der Gesangssolistin nicht anzumerken, ja sie nahm sich sogar die Zeit, in der Konzertpause mit interessierten Besuchern zu plaudern. Nicht minder trugen Dominik Arz mit den Bläsersolisten seines Ensembles Agundo zum musikalischen Gelingen am Nachmittag des dritten Advents bei. Gleiches ist von dem Ensemble Bosepius festzuhalten. Auch aus dieser Gruppe stellten die Flötistinnen Gabriele Sebald und Ulrike Sinapius ihr hohes Können ebenso unter Beweis wie Maria Zens (Klavier), Manfred Bosse (Baßgitarre) und Matthias Bosse (Schlagzeug). Als letztes von einem erfolgreichen Konzerts ist zu vermelden, daß aus dem begeistert mitgehenden Publikum der Wunsch nach Wiederholung eines solchen musikalischen Nachmittags für das kommende Jahr laut wurde und daß bereits Konzertkarten vorbestellt wurden. Kann es einen schöneren Dank für einen Chor geben? Den musikalisch ereignisreichen Nachmittag, der von den Sängern, dem Dirigenten und allen Solisten hohe Konzentration forderte, ließ die Chorfamilie mit einem gemütlichen Beisammensein bei Speis und Trank ausklingen.
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