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Am Sonntag, dem 29. Januar 2006, startete der Kirchenchor St. Joseph das neue Jahr mit einem bedeutsamen Konzert in seiner vollbestzten Pfarrkirche. Das Konzert stellte zugleich den Ausklang der Weihnachtszeit dar. Lange hatte sich der Chor, der zudem Unterstützung von einigen Sängern aus befreundeten Chören fand, mit seinem Dirigenten Edgar Zens vorbereitet und viele Mühen und Kraft in ein gutes Gelingen investiert. Wie schon etliche Male zuvor wurde der Chor von Instrumentalisten der Sinfonia Königswinter unterstützt. Solistisch ragte Gabriele Sebald mit ihrer Querflöte heraus. Ein besonderer Höhepunkt war zweifelsohne der Einsatz der Sopranistin Gundula Kübler vom Staatstheater Darmstadt. Obwohl bei ihr eine schwere Erkältung noch nicht gänzlich abgeklungen war, hatte sie es sich nicht nehmen lassen, das Konzert mit ihrer schönen Stimme mitzugestalten. Dafür sei ihr hier noch einmal herzlich gedankt; wie sehr gerade auch sie beim Publikum „ankam“, bewies der lang anhaltende Beifall. Das Konzert begann mit dem von Edgar Zens feinfühlig auf der Orgel vorgetragenen ersten Satz der "Pastorella" von Johann Sebastian Bach (BWV 590), dem die Arie „Er weidet seine Herde“ aus dem Oratorium „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel folgte. Gundula Kübler konnte mit ihrer herrlichen Stimme solistisch brillieren. Sicher trug dann der Chor zusammen mit Sinfonia Königswinter das „Salve puerule“ von Marc Antoine Charpentier und das ins Deutsche übertragene schwedische Weihnachtslied „Jul, jul, strålande jul“ vor. Einen besonderen Genuß bereitete das von Gundula Kübler gesungene „Gratias agimus“ von Gaetano Donizetti. Sicher und einfühlsam gestalteten Edgar Zens die Klavierbegleitung und Gabriele Sebald ihren Querflötenpart. Mit „Pastores loquebantur“ von Franz Xaver Brixi setzte sich der Chor wiederum in Szene. Ohne Mühe konnte er den Wechsel zwischen schnellen und langsamen Partien dieses Satzes gestalten. Mit zwei Weihnachtsliedern aus Frankreich und Russland („Seht zwischen Ochs und Eselein“ und „Schlaf, mein Kindlein“) unterstrich der Chor einmal mehr sein Können, bevor er den Schlußakzent mit Anton Diabellis Pastoralmesse F-Dur, op. 147, setzte. Die unterschiedlichen Tempi, immer wiederkehrende Taktwechsel, vor allem aber die zahlreichen Nuancierungen von Fortissimo bis zum Pianissimo verlangten vom Chor wie auch vom Dirigenten ein Maximum an Konzentration und Gestaltungskraft. Solisten, Instrumentalisten wie auch die Sänger waren am Ende des Konzertes zufrieden mit ihrem Auftritt. Die Zufriedenheit strahlte auf die Besucher des Konzertes aus. Ihr Beifall und ihre in einer Reihe von Gesprächen nach dem Konzert geäußerte durchweg positive Konzertbewertung werden für den Chor Anlaß genug sein, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen.
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