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Der Chor feiert seinen diesjährigen Karneval

chorkarneval25022014

Karnevalsimpressionen am 25. Februar 2014 von Maria Meurer

Ett kütt wie et kütt, et es wie et es un et jet, wenn et will.
Die Tage kommen, die Jahre vergehen,
was ist bloß mit uns geschehen?
Früher konnten wir viel saufen,
heute können wir nicht mehr laufen.
Die Falten liegen im Gesicht,
für jedes Jahr ein Bindestrich.
Ach könnt' man sie am Hintern tragen,
für viele Frauen keine Frage.

Es schmerzt das Bein, das Kniegelenk,
alles ist total verrenkt.
Man kann nicht auf den Beinen stehen,
im Liegen könnt's vielleicht noch gehen.

Und fällt es mir auch noch so schwer,
ein Gehwägelchen muss jetzt her.
Jetzt kann ich rückwärtsfahren ohne Schalten,
muss nur die Leut` im Aug' behalten.

Doch gestern hat es angefangen,
das Wägelchen ist mit mir durchgegangen.
An zwei Kreuzen wurde ich geblitzt,
 weil ich zu schnell vorbeigeflitzt.

Wenn ich des Nachts nicht schlafen kann,
fängt für mich das Leben wieder an.
Schnell werd' ich dem Bett entflieh'n
und mit dem Wägelchen um die Häuser zieh'n.

Mein Wägelchen fährt ohne Sprit,
es wollen viele Leute mit.
Auch Männer in den besten Jahren,
dass sind doch alles Trittbrettfahrer.

Wer von Euch nicht laufen kann,
der schafft sich so ein‘  Rollator an.
So ein Wagen ist für alle Fälle,
beim Konzert braucht keiner Stühle stellen.

Plötzlich hör' ich ein Geschrei,
70 Plus in die erste Reih',
und so stonn mir all parat,
wie im Krieg der Flacksoldat.

Wird es dann auf einmal still,
jeder setzt sich, wann er will.

Man kann sich auf das Wägelchen stippen,
denn wer sich stippt, der kann nit kippen.

Schön ist es, wenn der gesamte Chor
oben auf der Orgelempor
zum Ruhm und Ehre Gottes singt
und Edgar das Dirigat übernimmt.

In der Kirche wurde schon zweimal eingebrochen,
durchs Fenster sind sie reingekrochen.
An die schwere Orgel hat sich keiner ran getraut,
dafür haben sie Edgars Wecker geklaut.

Der weiß nicht mehr, was die Glock' geschlagen,
muss immer erst Leonore fragen.
Er muss beizeiten immer starten,
in der nächsten Kirch' sie auf ihn warten .

Ich fühl' mich sicher wie nie zuvor,
oben auf der Orgelempor.
Fremder Zutritt ist versagt,
hier ist Singen angesagt.

Die Töne klingen wunderbar,
durch Gitterstäbe zum Altar.
Weil Unbekannte ihr Unwesen treiben,
müssen wir im Kerker bleiben.

Es soll nachts die Bösen erschrecken,
Eisengitter von der Empore zur Decken.
Das Gitter hat keinen besonderen Komfort;
Wir wurden sofort zum Gefangenenchor.

Bei uns, da gibt es kein Entrinnen,
wer bleiben will, der muss auch singen.
Na, dann ist ja alles wunderbar,
wir singen schon seit fünfzig Jahr'.

Im Jubiläumsjahr kann uns nichts erschrecken,
wir sind und bleiben die alten Jecken.
Wollen auch die Füß` nicht mehr,
der Kopf, der ist noch lang nicht leer.

Viel Spaß und Freud
In dieser Zeit! Alaaf