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Petrus hatte es wieder einmal mit seinen Sangesfreunden des Thomasberger Kirchenchores gutgemeint. Er bescherte uns herrlichen abendlichen Sonnenschein, als sich Sängerinnen und Sänger vom Thomasberger Kirchplatz und alternativ vom Parkplatz in Heisterbacherrott ab 18.00 Uhr aufmachten, zunächst die Nikolauskapelle am alten Fronhof aufzusuchen. Winfried Görres berichtete viel Interessantes von diesem sakralen historischen Kleinod in unserer engeren Heimat. Die Entstehungszeit der Kapelle geht ins 12. Jahrhundert zurück. Geweiht war sie ursprünglich dem Hl. Markus. Nach einer (wahrscheinlichen) Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg wurde sie 1676 wieder hergerichtet und nunmehr dem Hl. Nikolaus zugeeignet. Bis zur Säkularisierung 1803 gehörten Kapelle und Fronhof zum Besitz des Klosters Schwarz-Rheindorf. Dann erfolgte der Übergang in preußisches Staatseigentum, allerdings wurde die Kapelle weiterhin sakral genutzt. Diese geistliche Verwendung entfiel, als Ende des 19. Jahrhunderts die Wallfahrtskirche in Heisterbacherrott fertiggestellt war. 1904 wurde die katholische Kirche Eigentümerin der Nikolauskapelle. Mehrfach waren an der Kapelle Restaurierungsarbeiten erforderlich, die letzte umfassende Renovierung fand in den Jahren 1975-76 statt. Doch ließ sich der Verfall dieses einmaligen Bauwerks in den Folgejahren nicht aufhalten. Mutige und entschlossene Bürger aus den Gemeinden Heisterrbacherrott und Thomasberg – auch unser Ehrenvorsitzender Franz Bellinghausen gehört dazu – gründeten daher 2004 den Verein der Freunde und Förderer der Nikolauskapelle Königswinter – Heisterbacherrott e.V., dessen satzungsgemäßes Ziel es ist, Spendengelder zum Erhalt dieser mehr als 800 Jahre alten Kapelle einzuwerben. Die Erfolge des Fördervereins lassen sich sichtbar ablesen am jetzigen Zustand der Nikolauskapelle. Nach der Führung durch die Nikolauskapelle ging es weiter in Richtung Weilberg. Von dort erklommen dann die Sänger und Sängerinnen die Anhöhe zum Einkehrhäuschen. Hier war alles vorbereitet für ein Abendessen. Gunda Schröder und Edgar Zens, der nach längerer schwerer Krankheit wieder mitten in seinem Chor weilte, animierten mit ihrem Akkordeonspiel zu manch fröhlichem Lied. Eine gelungene Veranstaltung des Chores zum Ausklang des ersten Halbjahres 2008!
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