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Festgottesdienst zum 40-jährigen Bestehen
am 10. Juli 2004

Die „Cäcilienmesse“ von Charles Gounod

Der französiche Komponist Charles Gounod (1818 – 1893) erlangte vor allem durch seine Oper „Margarethe“ („Faust“) Weltruhm, aber auch durch sein „Ave Maria“, dessen Melodie er zu Bachs C-Dur- Präludium mit genialem melodischen Sinn hinzukomponierte. Gounod schrieb seine Messe solennelle de Sainte Cécile für das Fest der heiligen Cäcilia, der Schutzpatronin der Kirchenmusik, zwischen den Jahren 1851 (Aufführung von Teilen in London) und 1855. Mit sicherem Gespür kombiniert er die dramatischen Gegensätze der geistlichen Musik mit Melodien und Motiven der großen Oper. Eine starke emotionale Wirkung erzielt er dabei vor allem durch den großen Klangapparat, stärkste Lautstärkeunterschiede (Dynamik), unverhoffte harmonische Wendungen und schlichte, eindrucksvolle Melodik. Von dieser Schlichtheit ist auch die Orchesterbegleitung geprägt. Sie verleiht den Messesätzen eine einheitliche Grundstimmung von sakraler Würde. Zur Uraufführung der Cäcilienmesse am 22. November 1855 in St. Eustache in Paris schrieb Camille Saint - Saens: "Die Aufführung der Cäcilienmesse rief eine Art Benommenheit hervor. Diese Einfachheit, diese Größe, dieses reine Licht, das sich über die Musikwelt wie eine Dämmerung breitete, setzte die Leute sehr in Erstaunen: Man fühlte, dass hier ein Genie tätig gewesen war ... Glänzende Strahlen gingen von dieser Messe aus ... Zunächst war man geblendet, dann berauscht und schließlich überwältigt." Wir freuen uns, den Fest- und Dankgottesdienst zum 40jährigen Bestehen unseres Kirchenchores mit diesem eindrucksvollen Werk gestalten zu können, St. Cäcilia zu Ehren. Unsere freundschaftliche Verbundenheit mit der Sinfonia Königswinter und dem Kirchenchor St. Cäcilia Lohmar kommt durch deren Mitwirken in bester Weise zum Ausdruck.