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Chorfahrt nach Belgien vom 2. bis 4. Oktober 2009
2. Oktober 2009 - Brüssel
Pünktlich startete unser Reisebus in Thomasberg am 2. Oktober um 06.30 Uhr. Ein kurzer Halt wurde an derThomasberger Tankstelle (im wahrsten Sinne des Wortes) eingelegt, um die bestell ten Brötchen abzuholen. An der belgischen Autobahnraststelle Tignes hielt der Bus; der Chor hatte Gelegenheit, von 08.40 bis 09.15 Uhr ein wohltuendes Frühstück einzunehmen, das von unseren Chordamen – wie immer – wieder liebevoll vor- und zubereitet wurde. Weiter ging es in Richtung Brüssel. Wir erreichten die belgische Hauptstadt kurz vor 11.00 Uhr beim Atomium. Dort stieg Frau Greta Waeles, die uns während der folgenden Tage als Stadtführerin begleiten sollte, in den Bus, um uns dann sogleich wieder hinaus zu lassen, damit alle die Gelegenheit wahrnehmen konnten, das Atomium – Wahrzeichen Brüssels – im Bild festzuhalten. Das Atomium, 1958 zur Weltausstellung vom Architekten André Waterkeyn entworfen und von den Architekten André und Michel Polak errichtet, stellt ein 165 milliardenfach vergrößertes Eisenkristall dar. Es ist 102 m hoch, besteht aus 9 Kugeln von je 18 m Durchmesser – 9 davon sind begehbar -, die mit 23 m langen Röhren mit einem Durchmesser von 3,3 m verbunden sind. Teilweise führen Rolltreppen durch sie hindurch. Das mittlere Rohr verfügt über einen Aufzug, der den Besucher innerhalb von 23 Sekunden in die oberste Kugel bringt. Dort kann er sich in einem Restaurant von den „Strapazen“ erholen. Von März 2004 wurde das Atomium restauriert und ist seit Februar 2006 wieder für das Publikum geöffnet. Gegen 11.30 Uhr saßen wir wieder im Reisebus: Auf ging es zur Stadtrundfahrt! Frau Waeles hatte als Stadtführerin viel zu erzählen. Zuerst der Name: Brüssel setzt sich zusammen aus dem altniederländischen Wort bruoc (neuniederländisch: Broek), Sumpf, und dem lateinischen sella, Sessel, Wohnort, bedeutet also Wohnort im Sumpf. Der heilige Goorik soll Brüssel im 6. Jahrhundert gegründet haben, faßbar ist die Siedlung allerdings erst 966 in einer Urkunde Kaiser Ottos d. Gr. unter dem Namen Bruocsella. Für die weitere Entwicklung der Stadt von Bedeutung ist die Errichtung einer Burg und Kapelle von 977 bis 979 durch Karl von Niederlothringen. Im 11. Jahrhundert erhält die Stadt ihren ersten Mauerschutz; die Stadtbefestigung des 14. Jahrhunderts spiegelt sich in den heutigen Boulevards des kleinen Rings wider. Werfen wir noch einen knappen Blick auf die Geschichte des Territoriums, aus dem 1830 der heutige Staat Belgien hervorgeht. Herzog Philipp der Gute von Burgund erbt 1430 das Herzogtum Brabant, zu dem auch die Grafschaft Flandern zählt. Brüssel wird zur Hauptstadt und zieht aufgrund seiner wirtschaftlichen Blüte Künstler wie Pieter Brueghel der Ältere und Rogier van der Weyden an. Die Enkelin Philipps des Guten, Maria von Burgund, heiratet 1477 Kaiser Maximilian I. aus dem Geschlecht der Habsburger. Mit dieser Eheschließung wird Brabant Teil des Deutschen Reiches. Mit dem Tode Kaiser Karls V., Sohn Kaiser Maximilians I., im Jahre 1558 fällt der größere Teil des heutigen Belgiens mit Brüssel an Spanien als sogenannte Spanische Niederlande. Herrscher in Spanien ist Karls V. Sohn Philipp II. Unter ihm kommt es zu Aufständen gegen die spanische Herrschaft. Die Grafen Hoorn und Egmont als Führer der Aufständischen werden 1568 in Brüssel hingerichtet. Gleichwohl wird 1578/9 die Utrechter Union gegründet, aus der später die unabhängigen nördlichen Niederlande entstehen. Der Statthalter Spaniens, Herzog Alba, verfolgt die Protestanten in Brabant gnadenlos. Diese Repressionen haben den Wegzug der wirtschaftlichen und geistigen Elite Brabants vorwiegend nach Amsterdam zur Folge, damit aber auch den wirtschaftlichen Niedergang Brüssels. Das Ende des 30järigen Krieges (1618-48) führt zur Herauslösung der nördlichen Niederlande aus dem Deutschen Reich. Die südlichen Niederlande mit Brüssel verbleiben unter spanischer Herrschaft. Der französische König Ludwig XIV. will in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts die Vorherrschaft in Europa erringen und zugleich die Machtstellung der Habsburger und damit des Deutschen Reiches brechen. Er erobert Westflandern und den Hennegau. Brüssels großer Markt wird 1695 durch Kanonenbeschuß fast völlig zerstört. Im Frieden von Rijswijk 1697 muß Frankreich jedoch auf die soeben eroberten Territorien verzichten. Im spanischen Erbfolgekrieg (1701-1714) erhalten die Wiener Habsburger und somit das Deutsche Reich erneut die Herrschaft über die südlichen Niederlande und über Brüssel. Im Brabanter Aufstand 1789 erringen die südlichen Niederlande die Unabhängigkeit von Kaiser Joseph II., dem Sohn Maria-Theresias. Die Unabhängigkeit ist jedoch nur von kurzer Dauer: 1794 erobern französischen Revolutionstruppen das Land. Doch die französische Herrschaft dauert nur bis 1815, das Jahr der Niederlage Napoleons auf dem Schlachtfeld von Waterloo gegen Blücher und Wellington. Der Wiener Kongreß 1814-15 vereinigt die südlichen und die nördlichen Niederlande in der Hand Wilhelms von Oranien-Nassau. Unterschiedliche politische, kulturelle und ökonomische Entwicklungen führen zu tiefen Konflikten zwischen beiden Landesteilen. Der Süden fühlt sich gegenüber dem Norden in jeder Hinsicht benachteiligt. Ein militärischer Aufstand 1830, der zur Proklamation der Unabhängigkeit der südlichen Niederlande (Belgiens) führt, wird durch Österreich, England und Rußland beigelegt. Diese Großmächte wollen in jedem Fall verhindern, daß Frankreich in den Konflikt eingreifen und somit erstarken könnte. In der Konferenz von London 1831 erkennen die europäischen Großmächte Österreich, Rußland, England, Preußen und Frankreich die Unabhängigkeit Belgiens an. Leopold I. von Sachsen-Coburg-Gotha wird 1831 König der Belgier (bis 1865). Sein Sohn Leopold II. regiert dann das Land von 1865 bis 1909. 1885 nimmt er nach der Berliner Kongokonferenz das große afrikanische Territorium Kongo in seinen persönlichen Besitz. 1908 tritt Leopold II. den Kongo als belgische Kolonie an den Staat ab, der 1960 den afrikanischen Besitz in die Unabhängigkeit entläßt. Während der Stadtrundfahrt vermittelte Frau Waeles im Ansatz einen Eindruck, welche Möglichkeiten der König besaß, um aus seinem afrikanischen Besitz ungeheure bauliche Pracht in Brüssel mit Kirchen, Palästen und repräsentativen Gebäuden zu entfalten. Die Probleme des Landes zu diskutieren, die mit dem Zuzug afrikanischer Ethnien nach Belgien am Ende der Kolonialzeit entstanden, dafür gab es leider wegen der knappen Zeit keine Gelegenheit. Seit 1898 ist das Flämische neben dem Französischen offizielle Landessprache. Gleichwohl scheint es im Alltagsleben keine Gleichberechtigung zwischen den der flämischen und wallonischen Volksgruppen zu geben. Der belgische König in Person Alberts II. ist aufgrund seiner Popularität der Garant für die staatliche Einheit Belgiens, die im mer wieder wegen des Antagonismus´ zwischen Flamen und Wallonen gefährdet scheint.
Nach der Stadtrundfahrt ermöglichte Frau Waeles über einen kleinen Fußmarsch einen Einblick in einige Sehenswürdigkeiten Brüssels. Gefangen nahm uns die ab 1225 errichtete gotische Kathedrale St. Michel. Sie besitzt zwei 69 m hohe Türme; Ende des 15. Jahrhunderts war die Kathedrale fertiggestellt. Bereits im 8. Jahrhundert befand sich auf dem Treurenberg anstelle der heutigen Kathedrale ein dem Erzenge l Michael geweihter karolingischer Vorgängerbau. Seit 1047 ruhen in dem Sakralbau die Gebeine der hl. Cordula, entsprechend wurde das Patrozinium erweitert. Brüssel wurde 1962 zum Erzbistum erhoben, seither trägt St. Michel offiziell die Bezeichnung Kathedrale. Sie ist die „Nationalkirche“ Belgiens, in der königliche Hochzeiten, aber auch Staatsbegräbnisse zelebriert werden. Zu erwähnen sind archäologische Ausgrabungen aus dem 11. Jahrhundert im Westbereich (Türme) der Kirche, die sich entlang der Nordseite erstrecken und die zum Teil besichtigt werden können. Nach einem ereignisreichen Tag erreichten wir gegen 18.00 unser Hotel in Brügge; mit einem schmackhaften Abendessen endete der erste Tag unserer Chorfahrt.
3. Oktober 2009 - Brügge
Pünktlich traf Frau Waeles zur F ührung durch Brügge in unserem Hotel ein. Bevor wir uns um 09.30 Uhr auf den Weg machten, gab es vor dem Hoteleingang ein Geburtstagsständchen für unsere Sängerin Gunda Schröder, eine der wenigen Gelegenheiten zum Singen während unserer Chorreise. Von der Kathelijnestraat ging es in den Nieuwe Gentweg zum Godhuis de Vos. Die Godshuizen oder Gotteshäuser haben eine Entsprechung in unseren mittelalterlichen Heilig-Geist-Hospitälern. Es sind mittelalterliche Sozialeinrichtungen für Arme und Sieche. Hinter diesen Einrichtungen standen reiche Bürger oder auch Gilden, die häufig in den Häusern verwitwete Gildenangehörige unterbrachten, weil diese wegen Krankheit, Unfällen oder V erletzungen unfähig waren, für den eigenen Lebensunterhalt zu sorgen. In den Gotteshäusern verfügten die Bewohner jeweils über kleine Gärten und eine eigene Wasserversorgung. Das malerische Gebäudeensemble des Godhuis de Vos stammt mit der heutigen Architektur aus dem Jahr 1713; es wurde 1995 restauriert und modernisiert. Nach wie vor dient es – wie zahlreiche andere Gotteshäuser in Brügge – sozialen Zwecken. Ein bemerkenswertes Zeugnis einer aus dem Mittelalter stammenden sozialen Fürsorgeeinrichtung! Von dem de Vos´schen Gotteshaus ging es weiter zu einem Beginenhof, und zwar dem Begijnenhof ten Wijngaarde. Als Beginen und Begarden bezeichnete man ab dem 13. Jahrhundert die Angehörigen einer Gemeinschaft christlicher Laien. Beginen war die weibliche Benennung der Angehörigen dieser Gemeinschaft, Begarden die der männlichen. Männer und Frauen, letztere oft als Witwen alleinstehend, schlossen sich ungeachtet ihres Vermögens und Standes zu ordensähnlichen Hausgemeinschaften zusammen. Da sie auf persönlichen Besitz verzichteten, mußten die Beginen und Begarden ihren Lebensunterhalt mit harter körperlicher Arbeit, zuweilen auch mit Betteln sicherstellen. Beginen und Begarden legten nur ein Gelübde auf Zeit ab, das in der Regel jährlich erneuert wurde. Im Gegensatz zu den Ordensschwestern oder -brüdern in den Klöstern war es den Beginen und Begarden gestattet, wieder aus der Gemeinschaft auszutreten, zu heiraten und ein bürgerliches Leben zu führen. Beginen als Teil der Beginen-Begardenbewegung gelten als weltliche Vereinigung frommer christlicher Frauen, die – wie in dem von uns besuchten Beispiel – in so genannten Beginenhöfen lebten. In Belgien, wo die Begine n kirchlich organisiert wurden, existieren sie heute so gut wie nicht mehr, 2004 soll es noch 5 aktive Beginen in Flandern gegeben haben. 2008 starb in Gent die vorletzte Begine im Alter von 99 Jahren, und die allerletzte Begine lebt in Kortrijk in einem Altersheim. Die UNESCO nahm 13 der 26 existierenden flandrischen Beginenhöfe, darunter den Begijnenhof ten Wijngaarde in Brügge, in die Liste des Weltkulturerbes auf. Die erste urkundliche Erwähnung des Brügger Beginenhofs rührt aus dem Jahre 1244. Den Bildersturm im 16. Jahrhundert überstand er unbeschädigt. Die heutigen Gebäude wurden im 17. Jahrhundert errichtet. Das klassizistische Eingangstor trägt die Jahreszahl 1776. Die Häuser auf der Westseite der Gesamtanlage gehören seit 1928 zu einem Benediktinerinnenkloster; im gleichen Jahr verstarb die letzte Begine des Begijnenhof ten Wijngaarde, die bis dahin hier gelebt hatte. Die Sightseeing-Tour führte nunmehr in das bemerkenswerte Stadtzentrum. In der Kirche „Unserer lieben Frau“ ließen wir die phantastische Akustik dieses gotischen Kirchraumes mit einer kleinen Gesangsprobe auf uns wirken. Herzog Karl d. Kühne von Burgund und seine Tochter Maria, deren Grabmäler aus Marmor und Messing sich hier befinden, werden interessiert gelauscht haben. Ein besonderes Kunstwerk beherbergt diese Kirche mit ihrem 122 m hohen Bocksteinturm: Michelangelos berühmte Marmorplastik „Madonna mit Kind“. Gegenüber der Liebfrauenkirche bewahrt das einstige Sint-Janshospitaal eine herrliche Sammlung des aus Seligenstadt bei Frankfurt/M gebürtigen Malers Hans Memling (geboren zwischen 1433 bis 1440 und verstorben in Brügge 1494). Die Lebensdaten Memlings sind unsicher, beweisbar ist jedoch, daß er in Brügge zwischen 1478 bis zu seinem Tode gelebt und sich bei Rogier van der Weyden wahrscheinlich ausbilden ließ. Besonders sehenswert ist sein Ursulaschrein mit seinen in immer noch leuchtenden Farben gemalten Miniaturen. Der Nachmittag in Brügge galt dann einer etwa halbstündigen Grachtenfahrt. Nunmehr hatten wir die Gelegenheit, aus der Froschperspektive das unvergleichliche Stadtbild mit den herrlichen Kirchen und Profanbauten vom Wasser aus zu betrachten. Der Abend bot eine Überraschung, die sicher von den Mitreisenden unterschiedlich bewertet wird. In einer entweihten ehemaligen Jesuitenkirche wurde ein mittelalterliches Spektakel geboten. Vor dem Hintergrund der am 3. Juli 1468 stattgefundenen Hochzeit von Herzog Karl dem Kühnen von Burgund und der Herzogin Margarethe von York luden beide zu ihrem Hochzeitsmal ein. Eingerahmt von einem mehrgängigen, mittelalterlich empfundenen Menü gab es einen bunten Reigen von Gauklereien mit Hofnarren, Tänzern sowie Feuerschluckern. Gekrönt wurde das Ganze mit schriller Musik, die so gar nicht an das Mittelalter erinnerte, und dem Auftritt eines Falkners, der seinen gezähmten Vogel durch den hohen einstigen Kirchenraum fliegen ließ.
4. Oktober 2009 - Gent und Rückreise
Wiederum führte Frau Waeles die Chorgemeinschaft, diesmal durch Gent. Auch in dieser bemerkenswerten flämischen Stadt konnte sie auf zahlreiche Sehenswürdigkeiten aufmerksam machen. Erneut beeindruckten vor allem die gotischen Sakralbauten. An ihnen war ablesbar, welchen Reichtum die mittelalterlichen Kaufleute – vor allem aus dem Tuchhandel – in ihre Stadt gebracht hatten. Der Wohlstand machte es ihnen möglich, nicht zuletzt die unvergleichlichen, für die Ewigkeit geschaffenen Kirchen bauen zu lassen. Die Ufer d er Leie und der Ooper Schelde waren eingerahmt von malerischen Bürgerhäusern, aber auch von Speichern, die mit ihren gotischen Treppengiebeln sehr vertraut wirkten. Immer wieder wurden die gotischen Gebäude von Häusern mit nicht minder prächtigen Renaissance- und Barockfassaden abgelöst. Der Weg durch Gent führte vorbei am Gravensteen, eine Burg- und Festungsanlage, die im 10. Jahrhundert von den Grafen von Flandern begonnen wurde, und die mit ihrem Aussehen und ihrer Baukonstruktion an die Burgbauten vor allem der Templer im Heiligen Land, aber auch an di e Anlagen Kaiser Friedrichs II. in Apulien erinnert. Im riesigen Fleischhof aus dem 15. Jahrhundert beeindruckte die gewaltige Holzkonstruktion des Daches, die einen Eindruck vom Können der früheren Zimmerleute vermittelte. Mehr als hundert Fleischer nutzten zu ihrer Zeit die gewaltige Halle zum Verkauf ihrer Waren. Heute haben die Besucher die Gelegenheit für einen Imbiß, zugleich können sie hier einen Blick auf die zum Trocknen aufgehängten flandrischen Schinken werfen. Der Gang durch Gent war leider vom Zeitfaktor bestimmt. Es reichte gerade, noch einen raschen Blick in die herrlichen Kirchenschiffe mit den großartigen Orgelprospekten von St. Michael und St. Niklas zu werfen. Vorbei am Stadthaus endete die Führung an der St. Bavo- oder auch St. Baafs-Kathedrale. Sie beeindruckt mit ihrer verspielten brabantischen Gotik, die sich mischt aus grauem Scheldestein, rotem Backstein und Sandstein aus Frankreich. Das Interieur der Kirche wurde während der Glaubenskriege völlig zerstört, später jedoch mit einer beeindruckenden barocken Innenausstattung ersetzt. Hubert und Jan van Eyck malten um 1432 den Genter Altar (136,5x242 cm), der in seiner Mitte die „Anbetung des Lammes“ zeigt. Wiederholt wurde dieses in seinem künstlerischen Wert nicht abzuschätzende Werk geraubt; heute kann der Besucher es, geschützt mit Panzerglas, in der Taufkapelle der Kathedrale betrachten. Aber auch der deutsche Maler Peter Paul Rubens ist mit einem Gemälde in dieser Kathedrale vertreten, die erst im Jahre 1538 vollendet wurde. Nicht vergessen werden soll, daß Kaiser Karl V., 1500 in Gent geboren, in der Kathedrale St. Baafs das Sakrament der Taufe empfing. Der Flandernbesuch neigte sich nach den Genter Eindrücken dem Ende zu. Um 14.00 Uhr traten wir die Rückreise nach Thomasberg an. Nach einem Zwischenstopp in der Autobahnraststelle Aachen Land Süd waren wir wohlbehalten gegen 18.30 Uhr wieder zu Hause. Eine insgesamt beeindruckende Reise, die sicher manchen zu einem erneuten Besuch in Brügge und Gent auffordern mag.
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