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Adventskonzert am 14. Dezember 2008 in der Thomasberger Pfarrkirche St. Joseph
Mit großem Engagement und außergewöhnlicher zeitlicher Beanspruchung hatte der Kirchenchor St. Joseph das musikalische Programm für sein Adventskonzert einstudiert. Am 14. Dezember war es dann s oweit: In der gut besuchten Kirche begann der Chor mit dem Adventsruf, gefolgt von Seht, es naht die heilige Zeit. Er hatte damit unmittelbar die Einstimmung für das abendliche musikalische Geschehen gefunden. Gundula Kübler, die von früheren Konzerten bekannte Darmstädter Sopranistin, sang im Wechsel mit dem Chor den von Edgar Zens komponierten vierstimmigen Satz Geh in den Garten am Barbaratag, um danach mit zwei Soloarien zu brillieren. Bei dem Satz Es kommt ein Schiff geladen waren die Konzertbesucher dann aufgefordert, mit dem Chor und dem Kölner Bläserquartett Dominik Arz gemeinsam zu singen. Es gelang auf Anhieb hervorragend. Daminik Arz - auch mit ihm und seinen Bläsern hat der Chor in der Vergangenheit bereits erfolgreich musiziert - fesselte mit seinen Quartettmitgliedern Patrick Dreier (Trompete), Hans-Peter Bausch und Nandor Nemeti (Posaune) mit dem Satz Canzona per sonare Nr. 2 von Giovanni Gabrieli (1557 – 1612) nicht nur die Zuhörer. Sehr nachdenklich stimmten die von Johannes Kuhn in Worte gefaßten Gedanken zum Advent Welt war verloren, die Bernhard Fiebig mit seiner sonoren Stimme vortrug. Nach den von Gundula Kübler vorgetragenen Liedern Maria durch ein´ Dornwald ging (16. Jahrhundert, aus dem thüringischen Eichsfeld), César Francks (1822 – 1890) Ave Maria intonierte der Chor im Wechsel mit den Bläsern Michael Praetorius´ (1571 – 1621) Der Morgenstern ist aufgedrungen. Dann erklang der monophone Satz Carl Orffs (1895 – 1982) Tauet, ihr Himmel in der Bearbeitung von Edgar Zens im Zusammenspiel von Chor, Bläsern und Orgel als einer der Höhepunkte des Abends. Gewaltig erfüllte der vierte Teil dieses Satzes Ich bin es, der Gott Israels den Kirchenraum. Die musikalische Gestaltung des Orffsatzes verlangte dem Chor sein ganzes Können ab. Königswinters Bürgermeister Peter Wirtz gab sicher den Eindruck der Konzertbesucher wieder, wenn er in einer Grußadresse an die Chorfamilie schrieb: … ich habe es gestern keine Minute bereut, … diesen musikalischen Hochgenuss komplett erlebt zu haben! Glückwunsch und Danke für wirklich gehaltvolle 90 Minuten - das 'Tauet, ihr Himmel' hat mich verzaubert. Eigentlich hätte es danach keine musikalische Steigerung mehr geben dürfen. Es gab sie dennoch, und zwar mit Joseph Venantius von Wöss´ (1863 – 1943) vierstimmiger Messe zur Ehren der heiligen Cäcilia. Diese Messe, neben 15 weiteren Messen, Oratorien, Requiems und zahlreichen weiteren Kompositionen, zählt zu den Hauptwerken des österreichischen Komponisten, der in der k. und k. Monarchie in Kotor (Dalmatien) geboren wurde und in Wien verstarb. Der Chor erhielt bei diesem Vortrag wiederum die Unterstützung des Bläserquartetts und an der Orgel von Maria Zens. Der musikalische Auftritt des Chores war gelungen, und der Beifall der Konzertbesucher wurde zu einem Zeichen des Dankes. Der Chorfamilie macht dieses Konzert wiederum Mut, mit ihrer Arbeit auch in Zukunft in der bewährten Weise fortzusetzen. Vielleicht ist dieses Konzert aber auch Anlaß für den einen oder anderen Musikbegeisterten, zu uns zu stoßen und mitzumachen. Wir würden uns darüber freuen!<
Pressebericht im Bonner Generalanzeiger vom 17.12.2008
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